Dresdner Impressionen

Dresden – eine Reise wert

Wer sich anschickt, von einer Reise zu berichten, dem fällt unwillkürlich ein ganz bestimmtes Zitat ein. Sie wissen schon … Ja, genau das. Wollen wir einmal gemeinsam prüfen, ob es zutrifft? Dann mal los …

Dresden war das Ziel. Von Karlsruhe aus eine lange Fahrt, viel Verkehr auf den Autobahnen, Baustellen, nichts Neues. Bei einer früheren Reise waren wir im Villenviertel Weißer Hirsch in einem traumhaft schönen Gästehaus gleichen Namens abgestiegen. Denn: Im Vorfeld hatte es sich als extrem schwierig erwiesen, in Dresden ein Hotel zu finden, in dem Hunde willkommen sind – schwieriger als in jeder anderen europäischen Großstadt. Nächtigen wie Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, der bekanntesten Mätresse Augusts des Starken, das war schon ein Erlebnis. Der herzliche und liebevolle Empfang von Petra Morgenstern und ihrem Mann, Eigentümer des Gästehauses, war einmalig. Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail hatten sie aus dem renovierungsbedürftigen Patrizierhaus eine wunderschöne Stadtvilla gezaubert, in dem wir uns damals mit unserem Terrier Filou sehr wohl gefühlt haben. Leider hat das Ehepaar Morgenstern das Gästehaus seitdem verkauft. Die beiden betreiben jetzt das Berghotel Bastei in Lohmen/Bastei, etwa 20 km von der Dresdner City entfernt, ganz in der Nähe von Pirna. Ja, wenn einer eine Reise tut …

In etwas mehr als einer halben Stunde sind wir direkt am Zwinger und vor der Semperoper, dem Herzen der Dresdner Altstadt. Von dort aus sind alle Top-Sehenswürdigkeiten, für die die sächsische Landeshauptstadt weltbekannt ist, komfortabel und unmittelbar zu erreichen. Na ja, „komfortabel“ stimmt nicht ganz. Die Straßen und Plätze der Dresdner Altstadt sowie das benachbarte Elbufer sind mit Pflastersteinen belegt – da empfehlen sich bequeme Schuhe. Ja, wenn einer eine Reise tut …

Uns begegnen sehr freundliche, offene, hilfsbereite und durchaus hundeaffine Menschen, die interessanterweise gar nicht einmal „so sehr“ sächseln, sondern deren Sprache eine charmante Dialektfärbung prägt, auch sehr viele junge Menschen, vermutlich Studenten. Wie schön!

Die Kunsthofpassage hat es uns angetan: Witzige Fassaden, die ein wenig an den großen Meister Hundertwasser erinnern, ein pfiffiges Regenwasserableitkonzept, kleine Lädchen und Cafés – sehenswert! Wer mit dem Schaufelraddampfer die Elbe in Richtung Pillnitz fährt, kann die einmalig schöne Landschaft, die Elbpromenade und die Elbschlösser ganz gemütlich bewundern. Und nebenbei die Technik eines Schaufelraddampfers erklärt bekommen. Wie war das nochmal? Wenn einer eine Reise tut …

Und was isst man in Dresden? Dresdner Stollen, ja, den es übrigens jetzt im April immer noch zu kaufen gab. Zu den Spezialitäten zählen der sächsische Sauerbraten mit Rotkohl und Knödeln oder die sächsische Kartoffelsuppe. Die Dresdner Eierschecke und die Quarkkäulchen mit Sauerkirschen sind die bekannten Süßspeisen der Region – sehr lecker. In Pillnitz sind wir dann den Pulsnitzer Pfefferkuchen der Fa. Georg Gräfe quasi über den Weg gelaufen – ein Genuss, vor allem die Variante mit Sauerkirschkonfitüre, der wir nicht widerstehen konnten.

Dresden ist eine Reise wert – das stand und steht außer Zweifel. Schaut man zweimal hin, kann man Vieles kennen lernen und entdecken, was nicht in den Reiseführern steht und über das auch nicht in den Medien berichtet wird. Dresden ist eine weltoffene Stadt, in der an jeder Ecke etwas zu sehen ist: ein Banner, das daran erinnert, dass Fremdenhass schon von Goethe verurteilt wurde …

 

Seifenblasen

 

… ein Straßenkünstler, der mit Seifenblasen die Menschen zum Innehalten bringt, und sogar ein … blaues Wunder. 😉

 

 

 

Das Zitat „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen“ kennt wohl jeder. Aber wer weiß schon, dass es aus dem Lied „Urians Reise um die Welt“ des deutschen Dichters Matthias Claudius stammt?

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