Alles in Butter

Wendungen mit dem Wort Butter

Dass Franzosen gerne und gut essen, ist kein Geheimnis. Das mag wohl auch erklären, warum es in der französischen Sprache viele Redewendungen gibt, in denen ein Lebensmittel vorkommt. Und die Butter ist dabei gut vertreten. Hier eine kleine Auswahl…

Vouloir le beurre et l’argent du beurre  sagt man, wenn jemand nicht nur das Huhn schlachten, sondern auch noch weiter täglich die Eier haben will.

Ne pas avoir inventé le fil à couper le beurre  bezeichnet eine Person, die nicht sehr clever oder eher dümmlich ist.

Cela compte pour du beurre  heißt: das zählt nicht, das hat keine Bedeutung, das kann man vernachlässigen.

Faire son beurre entspricht der deutschen Redewendung „seinen Reibach machen“, viel Geld „machen“ (vielleicht nicht immer „verdienen“).

Mettre du beurre dans les épinards ist auch eine schöne Redewendung, die darauf hinweist, dass Franzosen Leckermäulchen sind. Ein Stück Butter im Spinat – zusätzlich zum Blopp Sahne, versteht sich – rundet das Ganze ab. Die Redewendung bedeutet also: seine finanzielle Lage aufbessern, etwas dazuverdienen.

Un œil au beurre noir ist ganz einfach ein Veilchen, ein blaues Auge.

Promettre plus de beurre que de pain bedeutet leere Versprechungen machen, beispielsweise im Wahlkampf.

Pas plus que de beurre en broche  oder  pas plus que de beurre en branches  heißt « gar nichts ». Beispiel : De l’argent de poche ? Il n’en aura pas plus que de beurre en broche !

Avoir du beurre dans les cheveux / avoir les cheveux beurrés  bedeutet, dass man sich vor dieser Person fürchten muss, sich vor ihr in Acht nehmen muss.

N’y voir que du beurre : Diese Redewendung ist eine umgangssprachliche Abwandlung von « n’y voir que du feu », d.h. gar nichts bemerken.

Kennen Sie noch eine französische Redewendung mit beurre ?

6 Gedanken zu „Alles in Butter

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    Ich hoffe, damit nicht ausfällig zu werden, aber ich kenne auch ‹ pas plus que de beurre aux fesses › und ‹ pas plus que de beurre au cul › für ‹ pas plus que de beurre en broche ›.

    Was ich mich beim „Rüsterweg“ seit Monaten frage: Sagen die Karlsruher „Rühsterweg“ oder „Rüssterweg“? Und: wachsen bei dir in der Straße Rüstern, also Ulmen?

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    • um
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      Hallo Charlie, die beiden Redewendungen, die Du nennst, und andere sehr umgangssprachliche Formulierungen habe ich bewusst “verdrängt”. 😉 Mein Grundsatz hier lautet: Ich MUSS nicht alles sagen, ich kann es tun.
      Zum Thema Rüsterweg: Ich höre sogar hier in unserem Viertel beides und auch “Rüschterweg”.
      Nein, direkt in unserer Straße wachsen keine Ulmen, in der verbindenden Querstraße stehen einige, aber auch Ahornbäume, wo der Ahornweg auf die Querstraße stößt, und auch Akazien, wild entstandene Nussbäume und sogar ein Apfelbaum aus früheren Zeiten, bevor der Straßenbau hier Einzug hielt.

      @Adrian: Ja, le sourire de la crémière obendrein, das ist natürlich perfekt. 🙂

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        Danke für die umfassende Aufklärung, Giselle.

        Dass bei euch wild wachsende Nussbäume gedeihen, finde ich bemerkenswert, bei uns wachsen ohne menschliches Dazutun nur Haselsträucher. Und ein alter Apfelbaum am städtischen Straßenrand: außergewöhnlich! Dein Zuhause ist wohl der Garten Eden.

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  • um
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    Danke, Giselle! Sehr interessant. Einige Ausdrücke kannte ich überhaupt nicht.
    Mir fallen auch zwei weitere ein:
    “(r)entrer comme dans du beurre” und “fondre comme beurre au soleil” 🙂

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    • um
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      Merci Didier. En effet, ces deux expressions sont à mettre sur la liste. 🙂

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